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Mein (unfreiwilliger) iPhone Detox – und es war toll!

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Der vergangene Mittwoch ist ein schwarzer Tag in diesem so jungen Jahr. Nein, so dramatisch ist es wirklich nicht. Obwohl ich erstaunt von mir selbst bin, dass ich so entspannt bin. Aber fangen wir von vorne an. Mittwoch war mein erster Arbeitstag nach meiner „Krankheitspause“ aka Grippe. Um halb drei war Schluss mit der normalen Arbeit und es ging los zum Hauptbahnhof Stuttgart, denn eine Geschäftsreise nach Hannover stand an. Ich freute mich darauf. Ich packte also meine Sachen und lief mit meiner Kollegin zur U-Bahn. Am Hauptbahnhof stiegen wir dann in einen ICE um. Ich saß also im ICE, verstaute meinen Koffer, zog meine Jacke aus und wollte mein iPhone aus der Tasche holen. Und da merkte ich es. Es war nicht da. Das kann doch nicht sein, dachte ich.

Weniger verzweifelt als erwartet durchsuchte ich meine Jacke, meine Handtasche und meinen Koffer. Nichts. Wir riefen auf meinem iPhone an – sofort Mailbox. Das kann nicht sein, es hatte noch über 70 % Akku. Komisch. Habe ich es auf der Arbeit liegen lassen? Mit dem Handy meiner Kollegin rief ich im Geschäft an und fragte, ob mein iPhone noch auf meinem Schreibtisch liegt. Fehlanzeige.

Aber das haben wir doch gleich, dachten wir. Wir starteten die „iPhone Suche“ App auf dem iPhone meiner Kollegin. Aber auch dort wurde mein iPhone als offline angezeigt. Und da war es mir klar – es ist weg.

Also hatte ich nun fast 4 Stunden Zugfahrt ohne iPhone vor mir. Zum Glück hat meine Kollegin ein Kartenspiel dabei. Ich bin sowieso ein großer Fan von Gesellschafts- und Kartenspielen. Machen wir das nicht viel zu selten? Auch mal offline sich mit unseren Mitmenschen beschäftigen, z. B. etwas spielen. Ich finde schon. Das Spiel heißt übrigens Wizard (von Amigo) und ich kann es euch nur empfehlen! Die Zeit verging wirklich wie im Flug. Während der Fahrt habe ich noch kurz meine Mum angerufen. Denn am nächsten Tag sollte mich mein Opi vom Bahnhof abholen, da die Busse bei uns ins Dorf selten fahren.

Im Hotel in Hannover angekommen checkten wir ein. Meine Kollegin und ich verabredeten uns noch zum essen. Im Hotel Restaurant gab es fancy Gerichte. Wir entschieden uns beide für einen Kräutersalat mit Garnelen. Der Salat bestand tatsächlich fast nur aus Kräutern – Dill, Majoran, … – und zwei, drei Blättchen Feldsalat. Dazu gab es pinkes Brot, mit Rote Beete eingefärbt. Geschmeckt hat es nach nichts. Ich würde euch ja ein Bild zeigen, aber ohne iPhone kein Bild… Dazu gönnten wir uns einen guten Wein. Den brauchte ich dann doch.

Zurück in meinem Zimmer saß ich dann auf meinem Bett. In meinem riesigen Zimmer. Ein Bild konnte ich leider nicht für euch machen. Ihr wisst ja ohne iPhone… Eigentlich hätte ich jetzt sicher Snapchat und Instagram gecheckt, noch ein bisschen mit meinem Freund geschrieben. So schaltete ich den Fernseher an. Bevor ich auf mein Zimmer ging, habe ich dann an der Rezeption noch einen Weckauftrag aufgegeben. Denn ohne iPhone, kein Wecker…

Zum Glück habe ich in dieser Nacht nicht besonders gut geschlafen und bin vor dem Weckanruf aufgewacht. Das Telefon hat einen schrecklichen Klingelton. Ich machte mich fertig und wollte meine Kollegin abholen. Da habe ich doch glatt die Zimmernummer vergessen. Normalerweise hätte ich jetzt einfach eine WhatsApp geschrieben, aber ohne iPhone… Was mach ich jetzt nur? Ich ging zur Rezeption und fragte freundlich, ob man mir die Zimmernummer verraten können. „Nein, das geht nicht“. Mist, und jetzt? Die Rezeptionistin bot mir an – ganz old school – auf dem Zimmer anzurufen. Zum Glück hat das dann geklappt.

Vor unserer Besprechung dachte ich dann „Ist dein iPhone lautlos?“, aber ohne iPhone… Die Zeit verging wie im Flug und wir hatten gute Gespräche. Dann stand die Heimfahrt an. Meine Kollegin musste leider einen anderen Zug nehmen. Was mache ich nun die ganze Fahrt über? Ich habe dann im Bahn-Magazin geschmökert und wirklich interessante Artikel gelesen. Danach blätterte ich in einem Klatschblatt. Ich kann überhaupt nicht mehr verstehen, dass ich die früher so gerne gelesen habe. Zum Glück gab es aber ein Kreuzworträtsel. Das beschäftigte mich dann knapp zwei Stunden. Oft dachte ich „das google ich kurz“ aber ohne iPhone.. Und so hangelte ich mich ohne durch das gesamte Rätsel. Das hat Spaß gemacht! Danach widmete ich mich noch zwei Sudokus. Und schon kam ich in Stuttgart an.

Ab in die S-Bahn. Mein Opi war schon am Zielbahnhof und wartete auf mich. Zuhause angekommen durchblätterte ich erstmal  Werbeprospekte, denn ohne iPhone… Dann rief mich mein Freund an und wir telefonieren ganz old school über Festnetz.

Am Freitag brachte mir dann meine liebe Kollegin ihr alte iPhone mit. Eine Ersatz-Simkarte hatte mein Freund für mich schon bestellt, die am Freitag ankam. Ich stellte mein iPhone per Cloud-Backup wiederher (was ziemlich lange brauchte…). Und da war es wieder – mein iPhone. Irgendwie war ich ehrlich gesagt etwas traurig. Die iPhone-freie Zeit war irgendwie super. Zwar musste man für manches, dass mit iPhone selbstverständlich ist, andere Lösungen finden, aber es war auch eine Herausforderung.

Ich glaube, wenn es nicht wirklich weg wäre, würde mir der Detox nicht so leicht fallen. Trotzdem kann ich es jedem nur empfehlen. Dadurch wurde mir erst einmal bewusst, wie viel Zeit wir am Handy verdaddeln. Wir können nicht auf die Bahn warten, ohne „beschäftigt“ auf unser iPhone zu schauen. Wir können uns nicht mit uns selbst beschäftigen, sonst verpassen wir, was die anderen machen.  Wir müssen immer erreichbar sein, nur damit wir’s können.

Mein Fazit lautet, wir sollten viel mehr Zeit in der realen Welt, face-to-face mit unseren Lieben verbringen. Am meisten vermisse ich meine schöne iPhone-Hülle. 😀

Wie hättet ihr reagiert, wenn euer iPhone weg wäre? Habt ihr schon mal auf euer iPhone verzichtet?

Übrigens: Ich habe natürlich beim Fundbüro der Bahn und der Stadt Stuttgart nachgefragt, ob mein iPhone gefunden wurde. Aber ich vermute, es wurde mir geklaut. Zur Sicherheit habe ich es gesperrt.

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Lifelover & Lipstickaddict. Alles was zählt, ist eine positive Einstellung und das richtige Makeup.

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6. Februar 2017
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